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Spielbericht SV Weitenung-FV Steinmauern

In einer kampfbetonten Bezirksligapartie sicherte sich der gastgebende SV Weitenung in Summe verdient, aufgrund des späten Ausgleichs aber auch mit einer gehörigen Portion göttlichen Beistands, einen Zähler. Gegen das immerhin mit 13 Punkten keinesfalls abgeschlagene Tabellenschlusslicht aus Steinmauern begann der SVW forsch und ging bereits mit der zweiten guten Möglichkeit durch Sascha Hübner in Führung. Seine linke Klebe fand aus gut 18 Metern den Weg durch Freund und Feind in Richtung des Gehäuses von Gästekeeper Alexander Penkert. Die vielbeinige Abwehr lenkte den Schuss unhaltbar in die Maschen (6.). Ein Auftakt nach Maß – hätte es sein können. Bereits drei Minuten später konnte auf der Gegenseite Schlussmann Oser einen Freistoß nicht festhalten. FVS-Kapitän Braun ließ sich nicht zweimal bitten und vollendete freistehend zum Ausgleich (9.). Doch Schockstarre sieht anders aus. Immer wieder versuchte Blau-Weiß seine fußballerische Klasse ins Spiel einzubringen. Da dies nur bedingt gelang, sollte erneuter Weitenunger Torjubel noch länger auf sich warten lassen. Zweimal hatte Spielmacher Frietsch die Chance, sich als Vollstrecker zu verewigen oder sich einen Assist zu ergattern. Aus gut und gerne 20 Metern verfehlte sein wuchtiger Freistoß den Torwinkel nur knapp (12.). Seinem Alleingang durch die gesamte FV-Abwehr fehlte lediglich der krönende Abschluss (28). Ehe Nock mit einem präzisen Drehschuss an Penkert und der Latte scheiterte (37.), offenbarte Bohn auf der Gegenseite freistehend vor Oser, warum der FVS bislang nichthäufiger punkten konnte. Oser behielt im eins gegen eins die Nerven und angelte sich abgebrüht das Spielgerät (34.). Schläfrig zeigte sich die SVW-Defensive dann bei einem langen Ball in die eigene Hälfte. Föry machte sich mit Blau-Weißem Geleitschutz auf zum 1:2 (38.). Kollektive Betroffenheit, doch ein Hübner-Freistoß kurz vor der Pause, der dank tatkräftiger Steinmaurer Mithilfe seinen Weg ans Aluminium fand, schien seine Wirkung nicht zu verfehlen. Mit neuem Elan und angekurbelt von Trainer Schnurr startete man druckvoll in Hälfte zwei. Zunächst betätigte sich FVS-Verteidiger Zoller im eigenen Strafraum in einer in der Bühler Kernstadt bei großgewachsenen Athleten durchaus populären Sportart (46.), der unumgängliche Handelfmeter lässt allerdings bis heute auf sich warten. Dann zielte Kai Friedmann nach Hettler-Vorlage ans Außennetz (47.). Nicht nur zum Leidwesen der beiden Coaches blieb die Ideenschatulle der Offensivkräfte im verbleibenden Spielabschnitt weitestgehend geschlossen. Die Flößerdörfler wehrten sich nach Kräften und hofften spätestens nach der Roten Karte gegen Hörig (Notbremse) auf den langersehnten dreifachen Punktgewinn.  Allerdings hatten sie die Rechnung ohne den Referee gemacht, der wenig später Zoller wegen wiederholten Foulspiels vom Platz stellte und so wenigstens numerisch wieder Gleichgewicht herstellte. Der SVW war in der Folge stets bemüht, den Ausgleich herzustellen, zu mehr reichte es zunächst allerdings nicht. Auf der Gegenseite übertraf sich der Gast selbst im Auslassen bester Kontermöglichkeiten. Immer wieder biss man sich an Hördt die ohnehin stark in Mitleidenschaft gezogenen Reißzähne stumpf und stumpfer. Als kaum mehr einer an ein Remis glaubte, fasste sich Verteidiger Stern ein Herz und hämmerte einen Abpraller aus 12 Metern in die Maschen (93.). Zum fälligen Anspiel kam es nicht mehr. 2:2. Freude beim Gastgeber über einen wichtigen Punktgewinn. Tiefe Enttäuschung hingegen bei der Mannschaft von Trainer Harald Eckhardt. Abstiegskampf macht keinen Spaß. Und auf diese Weise schon zweimal nicht. SG

 

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